Engel sind immer und überall
Donnerstag, 11. Februar 2010 | Autor: yung
Sie ist immer vorhanden, die spirituelle Welt. Ähnlich wie in der wirklichen Welt wird sie von verschiedensten Kreaturen bevölkert. Derweil dem Engel vorwiegend wunderbare Attribute beigemessen werden, gibt es aber auch Gattungen in dieser Anderwelt, die hundertprozentig böse sind und sich nur das Ziel gesetzt haben, dem Menschen Nachteile oder sogar Leid zu bringen.
Die gängigste Vision der Engel besteht in überirdisch bezaubernden Gattungen, deren auffälligstes Merkmal die großen weißen Flügel sind. Selbst die religiösen Vereinigungen preisen diese Himmelswesen in ihren Büchern und Predigten, denn sie sind die Personifikation der Reinheit, der Freundlichkeit und all den noblen Merkmale, die der Mensch in vielen Fällen missen lässt.
Auch wenn der Engel mehr oder weniger der menschlichen Gestalt ähnelt und auch beiden Geschlechtern nicht nur namentlich zugewiesen werden kann, gelten sie im Prinzip als geschlechtlos. Für den Menschen in seiner ganzen mangelnden Perfektion und seinen vielen Fehlern ist der Engel deutlich mehr als nur ein übersinnliches Lebewesen. Der Engel ist neben der Göttlichkeit in ihren unterschiedlichsten Formen ein vollkommenes Geschöpfe, dem der Mensch nacheifern möchte.
Seit mehreren Jahrtausenden ist der Engel dem Menschen in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen bekannt. Bereits die alten Perser kannten das Bild engelhafter Lebewesen. Entsprechend wie in den christlichen Religionen sind auch diese einzigartigen Spezies als Helfer mit göttlichem Auftrag tätig. Alle Glaubensgemeinschaften in allen Zeitabschnitten der menschlichen Geschichten wissen von derartigen lichthaften Gestalten zu erzählen. Einige Thesen weisen den Weg zu den Ägyptern mit ihren zahlreichen Göttern. So werden Engel hier als Bindeglied zwischen Mensch und Gottheit gesehen. Weniger mystisch hingegen interpretierten es die Römer und die alten Griechen. Für sie griff ein Gott direkt in das menschliche Los ein, einzig der Götterbote Hermes spielt eine nahezu engelhafte Rolle.
Das Judentum und die christlichen Religionen spielen bereits seit mehreren Jahrtausenden eine tragende Rolle, auch in grenzübergreifendem Sinne. Bei beiden Glaubensgruppen kommen Engel einer überaus entscheidenden Bedeutung zu. Katholizismus und der evangelisch-lutherische Glaube differieren in ihren Sichtweisen über Engel. Die katholische und christlich-orthodoxe Kirche hat die Anbetung dieser übernatürlichen Geschöpfe auch heute noch als feste Komponente der religiösen Ansicht. Die reformierten Gotteshäuser hingegen kennen zwar die Gedenktage für Engel, zu ihnen zählt der sehr bekannte Erzengel Michael, und begehen diese speziellen Tage mit angemessenen kirchlichen Feierlichkeiten. Eine derartige Verehrung ist aber eher unüblich.

