Städtereise nach Venedig
Donnerstag, 2. Juli 2009 | Autor: admin
Eine Stadtbesichtigung in Venedig ist schon eine große Herausforderung. Da man an einem Tag unmöglich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt besuchen kann, muss man sich ein bestimmtes Ziel setzen. Einige ausgewählte Sehenswürdigkeiten sollen nachfolgend kurz aufgeführt werden, die einen groben Überblick verschaffen sollen, was einen Besucher im Zentrum der Lagunenstadt erwartet. Da wäre zum Beispiel die Basilica Santi Giovanni e Paolo zu nennen. Die Kirche befindet sich im Stadtteil Cannarégio. Bei dem Sakralbau handelt es sich um einen roten Backsteinbau mit riesigen Ausmaßen. Selbst mit Weitwinkelobjektiv dürfte es einem Fotografen schwer fallen, die gesamte Kirche auf ein Bild zu bekommen. Die Basilica beeindruckt aber nicht nur durch ihre äußeren Abmaße. Sie beinhaltet eine wertvolle Kunstsammlung mit Statuen und Bildern namhafter venezianischer Künstler.
Die Kirche hat aber noch eine ganz andere Bedeutung: hier fanden 27 venezianische Dogen ihre letzte Ruhestätte. Im nördlichen Cannarégio befindet sich das Campo die Ghetto. Eigentlich ist dies kein besonders attraktiver Platz, wegen seiner historischen Bedeutung lohnt sich aber ein Abstecher hierher. Im 16. Jahrhundert war das Gebiet Wohnort tausendender jüdischer Geschäftsleute. Sie hatten den Wohnort vom damaligen Senat zugewiesen bekommen.
Der Name „Ghetto“ stammt übrigens von den damals hier betriebenen Metallgießereien (getti) ab. Der jüdische Bevölkerungsanteil war schon zu dieser Zeit im Ghetto isoliert. Die Tore wurden nachts geschlossen, damit niemand hinaus oder hinein kam. Dieses Getto aus dem 16. Jahrhundert gab später den Namen für die zwangsweise Siedlung jüdischer Bevölkerungsgruppen in vielen Ländern.
Eigentlich stammt er also aus dem italienischen Begriff für die Metallgießereien ab. Im Stadtteil San Marco befindet sich ein baulich außergewöhnlicher Palast, der Palazzo Contarini del Bovolo. Er ist durch seinen Turm berühmt, der einem Schneckenhaus ähnlich sieht.

